VBE zur Umsetzung des Notfallplans an Schulen in Baden-Württemberg

Umsetzung Notfallplan

Der Landesvorsitzende des VBE Baden-Württemberg Gerhard Brand erklärte mit Blick auf die aktuelle Notsituation: „Was wir jetzt beobachten können, ist, dass unsere Gesellschaft in der Krise zusammensteht! Die üblichen Grenzen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer verschwinden. Die Grenzen zwischen den Berufsverbänden verwischen. Wir alle arbeiten gemeinsam an der Bewältigung der Herausforderungen! Als Verbandsvertreter lobt man den Arbeitgeber eher selten, heute aber dafür ausdrücklich: Das Krisenmanagement des Kultusministeriums ist bisher sehr gut.“

Die zahlreichen Informationen kommen an die Schulen, Rückmeldungen werden eingespielt und wir haben wöchentliche Telefonkonferenzen zwischen den Bildungsverbänden und dem Ministerium. Das Ministerium handelt transparent und agiert mit Augenmaß. Brand weiter: „Wir haben heute Tag vier nach der Schulschließung, und an den Schulen ist das befürchtete Horrorszenario ausgeblieben.

Umsetzung Notfallplan: Bislang ist die Lage im Griff

Im Gegenteil: Bislang haben wir die Lage im Griff! Weil wir das tun, was getan werden muss, unabhängig von Arbeitgeber oder Wochenende. Die Schulen haben sofort nach der Information durch das Kultusministerium am Freitagabend mit der Umsetzung der Notmaßnahmen begonnen und über das Wochenende die Notfallpläne ausgearbeitet. Die hohe Professionalität der Lehrerinnen und Lehrer im Land zeigt sich darin, dass die Pläne standhalten und funktionieren.“

Zu den Betreuungsangeboten an den Schulen sagte Brand: „Die Betreuungsquote liegt aktuell bei unter einem Prozent – das stellt die Schulen vor keine Probleme! Die Eltern versuchen Möglichkeiten zu finden, ihr Kind privat zu betreuen und somit gut zu schützen und die Schulen zu entlasten. Insgesamt gehen Eltern sehr verantwortungsvoll mit der Situation um. Die Kooperation zwischen Eltern und Schule funktioniert sehr gut.“

Umsetzung Notfallplan: Nicht wie im Film

Abschließend fasste Brand die aktuelle Lage zusammen: „Unser Leben und unsere Lebenswirklichkeit erscheinen uns surreal. Es ist wie in einem Science-Fiction-Film. Der Unterschied besteht darin, dass der Science-Fiction-Film nach 90 Minuten vorüber ist. Unser Film geht weiter. Morgen, wenn wir aufwachen und all die nächsten Tage und Wochen.“

Wie man den Verband Bildung und Erziehung Baden-Württemberg kennt, wird er alles daransetzen und mithelfen, wieder zu einem normalen Schulbetrieb zurückzufinden. Leider ist der VBE zugleich nicht sehr zuversichtlich, dass der Schulbetrieb nach den Osterferien normal weiter gehen kann. Der VBE wird deshalb für die Landespresse ab sofort jeden Freitag in einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand der Umsetzung der Notmaßnahmen an Schulen berichten. „Nächsten Freitag werden wir sagen können, ob die zweite Woche genauso gut lief wie die erste“, so Brand.