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Schulaufsicht und Verwaltung
07.09.2026

VBE begrüßt Verzicht auf verpflichtende mündliche Prüfung in Deutsch und Mathematik

Der VBE Baden-Württemberg begrüßt die Ankündigung, bei der Neugestaltung der Werkrealschul- und Realschulabschlussprüfung auf eine verpflichtende mündliche Prüfung in Deutsch oder Mathematik zu verzichten. Der Verband hatte sich in den vergangenen Monaten gegen eine solche zusätzliche Prüfung ausgesprochen und fordert weiterhin eine stärkere Berücksichtigung der Nebenfächer.

„Das ist eine gute Nachricht für die Lehrkräfte und die Schulen. Deutsch und Mathematik gehören bereits heute zu den arbeits- und prüfungsintensivsten Fächern. Eine zusätzliche verpflichtende mündliche Prüfung hätte die Belastung der Lehrkräfte in diesen Fächern weiter erhöht, ohne dass für uns ein entsprechender pädagogischer Mehrwert erkennbar gewesen wäre. Es ist gut, dass hier die Vernunft gesiegt hat“, sagt Gerhard Brand, Landesvorsitzender des VBE Baden-Württemberg.

Positiv bewertet der VBE zugleich, dass die Möglichkeit einer optionalen mündlichen Prüfung in Deutsch oder Mathematik erhalten bleibt. Schülerinnen und Schüler können damit weiterhin gezielt ihre Leistungen verbessern, ohne dass daraus eine zusätzliche Prüfung für alle entsteht.

„Wer die Abschlussprüfung weiterentwickeln will, darf nicht immer noch mehr auf Deutsch und Mathematik draufpacken. Stattdessen sollten wir auch den Nebenfächern mehr Gewicht geben. Eine optionale mündliche Prüfung in einem Nebenfach wäre ein sinnvoller nächster Schritt. Sie würde die Vielfalt der schulischen Leistungen besser abbilden und zugleich den MINT-Bereich und die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer stärken“, erklärt Dirk Lederle, stellvertretender Landesvorsitzender des VBE Baden-Württemberg.

Hintergrund

Das Kultusministerium hat die Schulen der Sekundarstufe I per Anschreiben offiziell informiert, dass die angekündigte verpflichtende mündliche Prüfung in Deutsch oder Mathematik bei der Werkrealschul- und Realschulabschlussprüfung ab dem Prüfungsdurchgang 2027 doch nicht eingeführt wird. Die mündliche Prüfung in Deutsch oder Mathematik bleibt optional.

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Leiter Presse und Politik

Jens Linek