Der VBE (Verband Bildung und Erziehung) Baden-Württemberg weist die Forderung von VdK-Präsidentin Verena Bentele, Lehrkräfte künftig nicht mehr zu verbeamten, entschieden zurück.
VBE-Landesvorsitzender Gerhard Brand stellt klar: „Was als Gerechtigkeitsdebatte verkauft wird, ist in Wirklichkeit ein Angriff auf die Stabilität unseres Staates. Wenn wir als VBE von Gerechtigkeit sprechen, dann meinen wir Bildungsgerechtigkeit – also den verlässlichen Zugang aller Kinder zu guter Bildung. Und genau den sichern verbeamtete Lehrkräfte“. Der Beamtenstatus steht nicht für Privilegien, sondern für Verlässlichkeit, Stabilität und das Funktionieren des öffentlichen Dienstes. „Wer dieses Fundament mutwillig schwächt, handelt nicht gerecht, sondern verantwortungslos.“, so Brand weiter.
Dass die Abschaffung des Beamtenstatus in der Öffentlichkeit überhaupt ernsthaft diskutiert wird, irritiert Brand: „Bentele und Bas stehen mit dieser Meinung im öffentlichen Dienst so einsam da wie ein Orangensaft in der Minibar von Udo Lindenberg.“ Verbeamtete Lehrkräfte sichern den Schulbetrieb – Tag für Tag, zuverlässig, und auch dann, wenn andere streiken. Wer den Beamtenstatus abschaffen will, gefährdet die Stabilität des Systems. Brand warnt: „Wenn Lehrkräfte streiken könnten, dann würden sie dies gezielt tun – etwa vor dem Abitur, das dann in ganz Baden-Württemberg ausfallen würde.“
Auch die Vorstellung, durch die Abschaffung der Verbeamtung Geld zu sparen, hält der VBE für einen Trugschluss. Berlin habe gezeigt, wohin dieser Weg führt: Lehrkräftemangel, Quereinsteiger, fachfremdes Unterrichten, sinkende Qualität – und am Ende die Rückkehr zur Verbeamtung.