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Schul- und Bildungspolitik
15.10.2026

Lehrkräftebildung: Professionalisierung und Gesundheit gehen Hand in Hand

Heute findet die 2. KMK-Jahrestagung statt, morgen tagt die Bildungs-MK. Schwerpunkt der gemeinsamen Tagung ist die Lehrkräftebildung. Der Landesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg, Gerhard Brand, fordert in diesem Zusammenhang: „Die Deprofessionalisierung des Lehrkräfteberufs muss gestoppt werden. Dafür braucht es länderübergreifende Vereinbarungen für hohe Qualität des Studiums und einen angemessenen Praxisbezug. Neben den Kenntnissen der Inhalte und Didaktik der Fachwissenschaften braucht es auch das Wissen und die Methoden, um den vielfältigen Querschnittsaufgaben, mit denen uns Gesellschaft und Politik beauftragen, gerecht zu werden. Gerade hierbei leistete die Qualitätsoffensive Lehrerbildung gute Arbeit, Leuchtturmprojekte sichtbar zu machen und die Verbreitung herausragender Ideen zu unterstützen. Eine neue Qualitätsoffensive wäre der richtige Schritt, um die Professionalisierung des Berufs voranzubringen.“

Brand macht aber auch deutlich: „Es ist absolut richtig, dass Bundesbildungsministerin Prien eine Fortführung der Qualitätsoffensive offenbar an die Teilnahme an der OECD-Studie TALIS, dem sogenannten Lehrkräfte-PISA, knüpft. Eine gute Ausbildung ist die beste Prävention, aber wir müssen auch darauf schauen, wie sich die Profession weiterentwickelt und durch was Lehrkräfte belastet sind – und wie sie besser entlastet werden können. Der internationale Vergleich wird dies erleichtern.“

Kontext

Der Verband Bildung und Erziehung setzt sich seit langem für eine Teilnahme Deutschlands an TALIS ein. Mit einem gemeinsamen Brief an alle Kultusministerien startete der Verband im letzten Jahr eine Kampagne, die mit Gesprächen und Einzelinitiativen in den Ländern fortgeführt wird.

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Referentin Social Media / Presse

Alessa Waltz