„Die aktuelle Presseberichterstattung und Rückmeldungen von Schulen, Schulträgern und Eltern zur Ganztagsbetreuung bestätigen erneut, was Schulen seit Jahren erleben: Gute Ganztagsbetreuung gelingt nicht durch bloße Ankündigungen, sondern durch Verlässlichkeit, Qualität und ausreichende Ressourcen“, betont VBE-Landesvorsitzender Gerhard Brand.
Die Landespolitik müsse anerkennen, dass eine flächendeckende, verbindliche Ganztagsbetreuung ohne ausreichendes Personal nicht umsetzbar ist.
Brand erläutert: „Qualität in der Ganztagsbetreuung steht und fällt mit den Menschen, die dort arbeiten. Die pädagogischen Fachkräfte arbeiten ohnehin am Limit. Ein quantitativer Ausbau ohne verbindliche Qualitätsstandards, ohne echte Verlässlichkeit bei der Vertretung und – auf der Seite der Schulen – ohne fest eingeplante Zeiten für Kooperationen, führt direkt in den Burnout des Personals und wird zur Mogelpackung für Kinder und Eltern. Wer Qualität verspricht, muss sie auch finanzieren. Schulen brauchen Unterstützung – nicht neue Erwartungen ohne Ressourcen.“
Oliver Hintzen, stellvertretender VBE-Landesvorsitzender, ergänzt: „Die Ganztagsbetreuung darf kein Sparmodell sein. Wenn wir echte Bildungs- und Teilhabechancen schaffen wollen, müssen pädagogische Fachkräfte, externe Partner sowie Kooperationspartner wie Lehrkräfte und Schulleitungen, so ausgestattet werden, dass sie die Ganztagsbetreuung nicht zusätzlich stemmen, sondern professionell gestalten können. Was der VBE seit Jahren bemängelt: Qualität kostet Zeit und Geld – wer billig plant, kauft zweimal.“
Damit die Umsetzung der Ganztagsbetreuung gelingt, braucht es politische Entscheidungen, die Schulen stärken – nicht überfordern.
Der VBE Baden-Württemberg fordert daher: